Am Ball bleiben News 03.12.2009

[03.12.2009]
Aktionstage an der Sporthochschule Köln

Seit dem 27. November veranstaltet der AStA der Sporthochschule Köln und das AFK-Projekt die Aktionstage gegen Rassismus und Diskriminierung im Sport. Bis zum 11. Dezember umrahmen Vorträge, Diskussionen und die Ausstellung „BallARBEIT, Szenen aus Fußball und Migration“ die Veranstaltung. Am kommenden Dienstag wird Gerd Wagner vom Projekt Am Ball bleiben ab 13 Uhr einen Vortrag zum Thema „Rassismus im Fußball und verschiedene Strategien dagegen“ halten.

„Trotz aller gutgemeinten Worte einzelner Personen und groß angelegten Plakataktionen von Organisationen werden noch immer Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung diskriminiert, auch – oder sogar besonders? – in Sportvereinen und im Umfeld von Sportveranstaltungen. Es gilt, diesen Missstand aufzudecken und aktiv zu verhindern. Die Aktionstage an der Sporthochschule sollen ein Schritt sein auf dem Weg zu einer toleranteren Gesellschaft.“ Mit diesen Worten begründen die Veranstalter ihr Engagement. 

Mit den Aktionstagen drei Themenschwerpunkte gesetzt: 1) Rassismus im Fußball und Handlungsoptionen dagegen, 2) Homophobie im Sport und 3) Sport und Integration – Grenzen und Möglichkeiten. Zum dritten Bereich wird am 11. Dezember ab 16 Uhr Judith Hofnagel von der Sporthochschule einen Vortrag halten. Abgerundet werden die Aktionstage am 10. Dezember mit der Vorführung der Dokumentation „Black Starlets“, die sich mit afrikanischen Jugendlichen, die mit Ghana Fußball-U17-Weltmeister und anschließend nach Europa verkauft wurden, beschäftigt.

Während aller Tage ist im Foyer der Sporthochschule die Ausstellung „BallARBEIT. Szenen aus Fußball und Migration“ zu sehen. Die Ausstellung zeigt und reflektiert Migration und multikulturelle Entwicklungen in Europa durch den Spiegel des Fußballs. Sie präsentiert und diskutiert die integrativen Möglichkeiten des Fußballs samt seinen Identifikationsangeboten. Außerdem vermittelt sie Informationen über Migration und Integration im professionellen Fußball. Aber sie lässt auch Blicke auf MigrantInnen und Asylsuchende zu, die auf lokaler Ebene Fußball spielen oder ein eigenes Team in ihrer Freizeit organisieren.

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