Am Ball bleiben News 26.11.2009

[26.11.2009]
Gegen Diskriminierung im Breitensport Fußball: Veranstaltung in Leipzig

Der Leipziger Fußball sorgt immer wieder durch rechtsextreme, rassistische und gewalttätige Vorfälle für negative Schlagzeilen, aber auch für positive Berichte über Gruppen, die sich gegen Diskriminierung engagieren. Dazu gehört die „Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball“ (IVF), die am 1. Dezember mit verschiedenen Partner die Fachtagung „Fußball und Diskriminierung. Die Situation im Breitensport“ organisiert.


Flyer Vorderseite

Ziel des eintägigen Seminars soll es sein, sozialpädagogisch-zivilgesellschaftliche Konzepte im Breitensportfußball zu erläutern und zu erproben. Im gemeinsamen Austausch sollen Strategien und Konzepte für den Leipziger und Sächsischen Fußball entwickelt und an deren Umsetzung gearbeitet werden. Das mediale Interesse fokussiert sich zumeist auf den Profifußball, dabei jagt die Mehrheit der Spielerinnen und Spieler jedes Wochenende in den Breitensportligen dem runden Leder nach.

Angesprochen sind Vertreterinnen und Vertreter von Sportvereinen, Fußballverbänden, zivilgesellschaftlichen Projekten, Verwaltung und Ordnungsorganen sowie weitere Interessierte, die zu einem konstruktiven Meinungsaustausch zusammenkommen wollen. Die spezielle Situation des Vereins „Roter Stern Leipzig“ nach dem Überfall in Brandis wird einleitend von Ulrike Fabich und Adam Bednarsky diskutiert; Gerd Wagner, Projektleiter von am Ball bleiben, wird das Konzept „Vereine stark machen“ vorstellen und nachmittags geht es, angeleitet von Mitarbeiter/innen des Antidiskriminierungsbüros Sachsen, um Sensibilisierungstraining für Breitensportvereine.

Sensibilisierung von Vereinen

Für die IVF ist gerade der Fußball ein wichtiges Aktionsfeld für die Themenfelder Antidiskriminierung und Integration. „Auf der einen Seite bündeln sich im Fußball gesellschaftliche Probleme wie Rassismus, Rechtsextremismus, Sexismus und Homophobie wie in einem Brennglas. Auf der anderen Seiten hat Leipzig 80 Fußballvereine, in denen über 10.000 Aktive organisiert sind. Das bietet die Möglichkeit, eine große Zahl von Menschen anzusprechen und gesellschaftlich zu integrieren“, erklärt Adam Bednarsky, Mitgründer von IVF. „Unser Ziel ist es, verschiedene Akteure in der Bekämpfung von Diskriminierung mit aktuellen Informationen und durch kompetente Referent/innen zu unterstützen und bei der Entwicklung von Handlungsstrategien und der Bildung von Netzwerken zu beraten.“


Flyer Rückseite

Die Veranstaltung am 1. Dezember soll ein nachhaltiges Engagement einleiten. Die IVF will im kommenden Jahr den 112 Leipziger Breitensport-Fußballvereinen Workshops zur Sensibilisierung gegenüber Diskriminierungen anbieten, die direkt bei ihnen im Verein durchgeführt werden und so möglichst niedrigschwellig sind. Die Workshops sind für verschiedene Altersstufen möglich und können durch ein Rahmenprogramm, wie Vorträge zu bestimmten Themen werden. Parallel dazu wird im nächsten Jahr die Ausstellung „MigrantInnen im Leipziger Fußball“, die ebenfalls in Vereinsheimen gezeigt werden kann.

Die Fachtagung am 1. Dezember, die mit Unterstützung der Friedrich-Ebert-Stiftung und im Rahmen der Förderung durch den Lokalen Aktionsplan Leipzig stattfindet, wird von der IVF zusammen mit der Fachstelle Extremismus und Gewaltprävention der Stadt Leipzig und unter Mitarbeit des Antidiskriminierungsbüros Sachsen e.V. (ADB) aus. Dies geschieht im Rahmen der Förderung durch den Lokalen Aktionsplan Leipzig.

Veranstaltungsort ist das Regionalbüro Leipzig der Friedrich-Ebert-Stiftung, Burgstraße 25 in Leipzig. Beginn ist um 9 Uhr, Ende gegen 16:30 Uhr.

Ansprechpartner: Matthias Eisel
Tel.: 0341-9602160 und 9602431
Fax: 0341-9605091
E-Mail: lpzmail@fes.de
Onlineanmeldung unter: www.fes.de

Mehr Informationen zur „Initiative für mehr gesellschaftliche Verantwortung im Breitensport-Fußball“ (IVF) gibt es auf der Website www.fussball-und-diskriminierung.de

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