Am Ball bleiben News 13.11.2009

[13.11.2009]
„Rechtsextremismus im Alltag: Hingucken und Einmischen!“

Die Landeszentrale für politische Bildung und die Geschäftsstelle Netzwerk für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt veranstalten am 19. November eine Landeskonferenz zum Thema „Rechtsextremismus im Alltag: Hingucken und Einmischen!“. In Magdeburg finden zwischen 13 und 16.15 Uhr fünf thematisch verschiedene Foren statt. Gerd Wagner vom Projekt Am Ball bleiben gehört zum Team des Forums 2, das sich mit dem Thema „Rechtsextremismus und Gewaltbereitschaft im Sport – nur ein Fan-Problem?“ auseinandersetzt.

Wie geht man im Alltag mit rechtsextremen Äußerungen und Gewalt um? Welche Organisationen stehen möglicherweise hinter rechtsextremen Interventionen? Und wie verhält man sich als Vereinsmitglied oder Jugendarbeiter in der Gemeinde, wenn man mit rechtsextremen Äußerungen konfrontiert wird? Diesen Fragen geht der Workshop in fünf verschiedenen Workshops ab 13 Uhr nach. Eröffnet wird die Konferenz bereits um 10.45 Uhr mit einem Vortrag von Dirk Wilking, dem Geschäftsführer von DEMOS, Institut für Gemeinwesenberatung Potsdam, der Gegenstrategien zur rechtsextremen Intervention in Verein, Kirche, Feuerwehr für die Zivilgesellschaft im ländlichen Raum vorstellt. Ab 11.20 Uhr hilft Dierk Borstel vom Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld, Rechtsextremismus vor Ort zu erkennen und couragiert zu handeln und präsentiert hierzu Ergebnisse des Modellprojektes „Sozialraumanalyse zum Zusammenleben vor Ort“.

Die fünf verschiedenen Foren starten um 13 Uhr. Forum 1 beschäftigt sich mit dem Thema „Rechtsextremismus im ländlichen Raum und demokratische Gegenstrategien“ und knüpft an den Vortrag von Dirk Wilking an, der an diesem Forum, das von Cornelia Habisch, der Geschäftsführerin des Netzwerks für Demokratie und Toleranz, moderiert wird, auch teilnimmt. Forum 2 mit dem Thema „Rechtsextremismus und Gewaltbereitschaft im Sport – nur ein Fan-Problem?“, moderiert von Rainer Bode, Vorsitzender der Sportjugend Magdeburg, wird unterstützt von Gerd Wagner vom Projekt Am Ball bleiben.

„Rechtsextreme Geschichtsverfälschung und die Handlungsmöglichkeiten einer demokratischen Geschichts- und Gedenkkultur auf lokaler Ebene“ lautet das Thema von Forum 3, das von Michael Viebig von der Gedenkstätte Roter Ochse moderiert wird.

Wie man mit Rechtsextremismus innerhalb einer Kirchengemeinde umgeht, erklärt Petra Albert, Ausländerbeauftragte der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland in Forum 4 unter der Überschrift „Odin statt Jesus“ – Rechtsextremismus als Herausforderung für kirchliches Handeln in der Kommune“. Susanne Wiedemeyer vom DGB Sachsen-Anhalt moderiert Forum 5, das sich mit der Frage auseinandersetzt, wie man rechtsextremer Gewalt und rechtsextremen Parolen im Alltag begegnet und Zivilcourage zeigt. Ab 15.15 Uhr steht abschließend die Frage im Raum, ob Vereine und Verbände als gesellschaftlicher Motor für eine demokratische Kultur im Gemeinweisen funktionieren können.

Die Veranstaltung richtet sich an die Mitglieder des Landesnetzwerks und der lokalen Bündnisse für Demokratie und Toleranz in Sachsen-Anhalt, an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus Vereinen und Verbänden, der Feuerwehr, Schule, Jugendarbeit, Familienbildung, der Seniorenarbeit sowie an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

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