Am Ball bleiben News 17.07.2009

[17.07.2009]
Mondiali Antirazzisti beschreitet neue Wege

Zum 13. Mal ist in Casalecchio in Italien die Mondiali Antirazzisti, die antirassistische Fußball-Weltmeisterschaft, ausgetragen worden. Die knapp 200 Teams legten ihr Augenmerk zwischen dem 8. und 12. Juli vor allem auf den Kampf gegen Sexismus und bezogen gleichzeitig Stellung gegen den G8-Gipfel in L’Aquila.


Foto: mondialiantirazzisti.org

„In all den Jahren haben wir es geschafft, den Rassismus untereinander auszumerzen, wir haben das Level an Wettbewerbsdenken und Aggressivität runtergeschraubt und aufregende neue Projekte und Initiativen ins Leben gerufen. Dieses Jahr stellen wir uns dem Sexismus“, schreiben die Macher der WM auf ihrer Homepage. Dass die Veranstalter politisches Denken mit Fußball verknüpfen, zeigt zudem das Engagement gegen Krieg, Hunger, Ausbeutung und Umweltzerstörung. Aktiv demonstrierten die Teilnehmer der Mondiali in diesem Jahr gegen den G8-Gipfel in L’Aquila.

Wie in jedem Jahr informierten aber auch Zeitzeugengespräche, Diskussionen und Ausstellungen im Zelt der Piazza Antirazzista über Rassismus und Diskriminierung im Fußball und im Alltag.


Foto: mondialiantirazzisti.org

Den Hauptpreis der Veranstaltung, den Coppa Mondiali Antirazzisti, hat in diesem Jahr Liberi Nantes gewonnen, das sich aktiv für Asylbewerber und Flüchtlinge einsetzt. „Bei der Mondiali lernt man eine Menge, vor allem praktische Dinge: Worte sind nützlich, aber sie enden an einem bestimmten Punkt. Dieses Event hier repräsentiert auch nur einen bestimmten Moment, um etwas von sich selbst mitzuteilen and Beziehungen zu anderen herzustellen, aber es hört jetzt nicht auf, nur, weil die Veranstaltung zu Ende ist. Es geht weiter. 365 Tage im Jahr in den alltäglichen Aktivitäten jeder Gruppe, jedes Fans und Teilnehmers“, sagte Gianluca Di Girolami von Liberi Nantes.

Tragisch endete die Veranstaltung für Teilnehmer von FURD, die auf dem Heimweg in der Nähe von Sheffield einen schweren Autounfall hatten, bei dem ein Mitglied ums Leben kam und zwei weitere schwer verletzt wurden.

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