Am Ball bleiben News 05.03.2009

[05.03.2009]
Hannover wehrt sich gegen Rechtsextremismus

Keine zwei Wochen nach der 3. Tagung für Toleranz und Integration in Hannover hat auch die Stadtpolitik das Thema Rechtsextremismus und Rassismus aufgegriffen. Das Stadtparlament verabschiedete am Donnerstag eine Resolution, die sich gegen Rechtsextremismus in Hannover wendet. Um die Wichtigkeit der Resolution zu unterstreichen, haben sich die 65 Ratspolitiker für ein Bild vor dem Rathaus mit Fanschals von Hannover 96 – „96 gegen Rassismus“ – ausgestattet.

HAZ, 27.02.2009

Anlass für die Resolution st die von Neonazis vorbereitete Demonstration am 1. Mai, zu der mehr als 1000 Rechtsextreme erwartet werden. „Wir protestieren gegen die geplante Versammlung der Neonazis am 1. Mai 2009 in Hannover und werden heute im Zuge der Ratssitzung deutliche Zeichen gegen Rassismus setzen", sagt Lothar Schlieckau, Fraktionsvorsitzender der Grünen Ratsfraktion. Die SPD-Fraktionsvorsitzende Christine Kastning animiert „jeden Bürger, sich an Aktionen zu beteiligen.“ Die Aktion soll auch die Verbundenheit des Rates mit den Aktivitäten gesellschaftlicher Gruppen in unserer Stadt gegen Rechtsextremismus wie von Hannover 96 verdeutlichen. „Wir rufen die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Hannover auf, sich unserem Protest anzuschließen und den ungebetenen Besucherinnen und Besuchern von Rechtsaußen keinen Meter Platz zu überlassen", so Schlieckau. Um das umzusetzen, arbeitet die Stadtverwaltung Hannovers in der Zwischenzeit daran, ein möglichst umfassendes gesellschaftliches Spektrum gegen den Neonaziaufmarsch zu organisieren. Dabei soll ein Bündnis quer durch die Stadt geschlossen werden, das jeden einschließen soll, der sich angesprochen fühlt – darunter auch Kaufhäuser, Kirchen, der Einzelhandel, Taxifahrer.

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