Am Ball bleiben News 09.02.2009

[09.02.2009]
Nicht bei uns! DJK Kahl überpinselt rechtsradikale Parolen am Vereinsheim

Nachdem in Kahl am Main u. a. ein Supermarkt, ein Firmengebäude und das Vereinsheim der DJK Kahl mit rechtsextremen Parolen und Symbolen besprüht worden waren, griffen Vereinsmitglieder zur Selbsthilfe und zum Pinsel.

Anfang Januar waren die rechtsradikalen Parolen – inklusive Hakenkreuz – auf verschiedene Gebäude in der Gemeinde gesprüht worden, darunter auch das Vereinsheim der DJK Kahl, eines örtlichen Sportvereins mit einer starken Fußballsparte von Bambinis bis zu Alten Herren. Die Gemeinde informierte per Mail und in einem Zeitungsartikel über die Schmierereien. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen könnten, wurden von der Gemeinde und dem Verein zudem insgesamt 1.000 Euro Belohnung ausgesetzt. Bislang allerdings noch ohne Erfolg.

Die Suche nach den Tätern war eine Sache, eine andere die Entfernung der Schmierereien. Mitglieder der DJK-Jugendabteilung griffen zum Pinsel, „um den in- und ausländischen Mitspielern und Vereinsmitgliedern, wie auch uns selbst, diesen menschenverachtenden Schwachsinn nicht länger zuzumuten“, wie der Verein im Gemeindeblatt mitteilte. Für die DJK ein klares Statement zur Haltung des Vereins. „Nicht nur unseren ausländischen Vereinsmitgliedern und Spielern sind wir es schuldig, dass wir solchen Parolen entgegentreten. Unser Vorstandsengagement ist selbstverständlich auch ein antirassistisches“, so Vorstandsmitglied Uwe Selbmann. Sein Kollege Ralf Pirzkall ergänzt: „Unser Verein steht für Toleranz und ein friedliches Miteinander. Rassismus und ähnliches menschenverachtendes Verhalten dulden wir hier nicht!“ Inzwischen sind die Parolen überpinselt, in ästhetischer Hinsicht ist das jetzige Aussehen des Vereinsheims allerdings nur ein Übergang. Für den Frühling ist ein ordentlicher Anstrich geplant, auch hier sind Helferinnen und Helfer willkommen.

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