Am Ball bleiben News 03.02.2009

[03.02.2009]
Positives Feedback auf „Vereine stark machen“

„Vereine stark machen im Westen“ – unter diesem Motto stand die Regionalkonferenz, die der Fußball-Verband Mittelrhein am vergangenen Wochenende in Aachen gemeinsam mit dem Bündnis für Demokratie und Toleranz und dem Projekt „Am Ball bleiben“ der Deutschen Sportjugend und mit Unterstützung der Stadt Aachen sowie der Alemannia ausrichtete.

V.l. n.r. Benjamin Folkmann (dsj), Dr. Stefan Osnabrügge (FV Mittelrhein), Dr. Jürgen Linden (OB der Stadt Aachen), Dr. Gregor Rosenthal (BfDT), Prof. Dr. Horst heinrichs (Präsident Alemannia Aachen). Quelle: FVM

Doch wie können Vereine gestärkt werden, gerade wenn es um das sensible Thema „Rassismus und Diskriminierung“ im Fußballverein geht? „Fußball ist ein Spiegelbild der Gesellschaft“, erklärte Aachens Oberbürgermeister Dr. Jürgen Linden, zugleich Schirmherr der Konferenz, bei der Auftaktveranstaltung am Freitag den 130 Teilnehmern aus Vereinen, Kreis- und Verbandsgremien. Bedeutet: Diese negativen Strömungen sind eben auch im Fußball zugegen „Wichtig ist aber, dass wir die Vereine nicht alleine lassen, wenn diese Problematik in ihrem Klub auftritt“, so der OB weiter.

Genau darauf zielte die Konferenz ab: Die Vereine zu ermutigen, Probleme zu erkennen und anzusprechen, Hilfe von außen nicht als Eingeständnis eigener Hilflosigkeit zu verstehen. Daher sollte die Konferenz auch vor allem eins sein: praxisnah. Das war sie dann auch: So erfuhren die Teilnehmer in den Workshops unter anderem, wie sie rechtsextremistische Strömungen bei Personen und Gruppen überhaupt erkennen. Denn die „Szene“ arbeitet mit speziellen Buchstaben- und Zahlencodes ebenso wie mit besonderer Kleidung. Darüber hinaus stellten die Referenten in Fallbeispielen und Rollenspielen konkrete Situationen vor, die die Teilnehmer in Kleingruppen analysieren, erörten und mit konkreten Handlungsempfehlungen auflösen sollten.

„Die Workshops haben mich wirklich weitergebracht“, zogen viele Vereinsvertreter am Ende der Konferenz zufrieden Bilanz. „Hilfe zu suchen ist kein Makel, sondern einfach notwendig. Es ist gut zu wissen, an wen wir uns wenden können, wenn wir als Amateuerverein vor Probleme mit Diskriminerung und Rassimus gestellt werden.“

Quelle: FVM

Auch die Veranstalter waren zufrieden: „Wir haben gute Ergebnisse erreicht“, fasste Benjamin Folkmann, DSJ-Vorstands- und zugleich FVM-Präsidiumsmitglied zusammen. „Die Wege sind durch den persönlichen Austausch kürzer geworden. Jetzt müssen wir sprichwörtlich am Ball bleiben.“ Nicht nur FVM-intern haben sich die Verantwortlichen dieses Ziel auf den Zettel geschrieben, auch das Bündnis für Demokratie und Toleranz und die Deutsche Sportjugend sehen sich nach der dritten von insgesamt vier Regionalkonferenzen dieser Art bestätigt in ihrem Vorhaben und planen weitere Aktivitäten – im Sinne eines friedlichen, fairen und toleranten Miteinanders auf und neben dem Fußballplatz.

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