Am Ball bleiben News 06.10.2008

[06.10.2008]
Aktionen gegen Rassismus Thema des Monats bei der Fußball-Akademie

Kurz vor Beginn der FARE-Aktionswoche macht die Deutsche Akademie für Fußballkultur den Einsatz gegen Rassismus und Diskriminierung im Fußball zum Thema des Monats Oktober. Heidi Thaler vom Wiener Koordinationsbüro des FARE-Netzwerks schreibt dazu auf der Website www.fussball-kultur.org.

Die Akademie für Fußballkultur in Nürnberg existiert seit 2004, sie wird derzeit getragen vom städtischen Amt für Kultur und Freizeit und dem kicker-Sportmagazin, gefördert von easyCredit. Die Akademie, die auch den jährlichen Fußballkulturpreis in verschiedenen Sparten verleiht, widmet sich dem Zusammenspiel von Fußball und Kultur, dabei spielt auch das Thema Diskriminierung immer wieder eine Rolle. Im Rahmen der Jahreskonferenz der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus, die in diesem Jahr vom 18. bis 20. September in Bologna stattfand, veranstaltete die Akademie für Fußballkultur ein Podium zum Thema „Football Unites – Racism Divides“ mit Experten und Fanarbeitern aus den großen europäischen Ligen. Die Stadt Nürnberg ist Mitglied und Regionskoordinator der internationalen Städtekoalition gegen Rassismus. Zur Städtekonferenz 2008 trafen sich VertreterInnen der 82 Mitgliedsstädte aus 17 Ländern in Italien. Dabei wurden unter dem Motto „DiverCity – European Cities for an Inclusive Society“ wirksame Maßnahmen gegen Rassismus diskutiert.Jugendliche aus vielen europäischen Städten hatten die Möglichkeit, sich in dem Jugendforum „Youth Voices against Racism“ über das Thema „Rassismus und Fußball“ auszutauschen. Sie arbeiteten zahlreiche Empfehlungen aus, die im November im Europäischen Parlament eingebracht werden: Sensibilisierung durch Öffentlichkeitsarbeit, antirassistische Werbung während der Fußballübertragungen und berühmte Fußballer, die sich gegen Rassismus aussprechen.

Auf dem von der Nürnberger Akademie veranstalteten Podium setzten sich die TeilnehmerInnen mit der Rassismussituation im europäischen Fußball und den damit verbundenen gesellschaftlichen Entwicklungen und Lösungsansätzen auseinander. Unter der Moderation von Birgit Schönau, Italien-Korrespondent mit Schwerpunkt Fußball für DIE ZEIT und die Süddeutsche Zeitung, diskutierten: der deutsche Fan-Forscher Prof. Dr. Gunter A. Pilz, Carlo Balestri, Aktivist von „Progetto Ultra“ und den Mondiali Antirazzisti aus Italien, Heidi Thaler von FARE sowie der ehemalige Fußballstar und FARE-Botschafter Paul Elliott aus England und Marta Segú von der sozial engagierten „Fundació FC Barcelona“ aus Spanien.

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