Am Ball bleiben News 18.08.2008

 

[18.08.2008]
„Vereine nehmen Stellung“ – gegen Rechtsextremismus und Rassismus

Was tun, wenn sich Rechtsextremismus und Rassismus im Sport- oder Schulförderverein breit machen oder Einzelne die gemeinnützigen Einrichtungen als Plattform für ihre Zwecke missbrauchen? Die Regionale Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie Mecklenburg-Vorpommern beleuchtet dieses Thema in ihrer neuen Broschüre „Im Verein - gegen Vereinnahmung“.

Wolfgang Pfeffer und Michael Röcken haben sich mit dem Thema das Ausschlusses rechtsextremer Mitglieder auseinandergesetzt. Der Leitfaden gibt Tipps zur Verweigerung der Mitgliedschaft, dem Vereinsausschluss, wie man ein Ausschlussverfahren durchführt und wie in Konsequenz die Satzung des Vereins verändert werden kann.

„Vereine sind ein konstituierender Teil der Zivilgesellschaft. Besonders in ländlichen und strukturschwachen Gebieten spielen sie mit ihren Angeboten und Ehrenämtern eine tragende Rolle im Zusammenleben. Der vorliegende Leitfaden soll Eintscheidungsträger und Mitglieder in Vereinen und Initiativen in ihrem Umgang mit der Thematik unterstützen“, erklärt Susanne Theilmann vom RAA-Regionalzentrum für demokratische Kultur Westmecklenburg.

Zweiter Teil in der Broschüre ist ein Interview mit dem SV Concordia Lübtheen. Der Verein hat als Konsequenz auf den Zuzug rechter Prominenter nach Lübtheen und in seine Ortsteile mit einer Änderung der Satzung reagiert, um sich deutlich zu positionieren und für Demokratie zu werben und diese erlebbar zu gestalten.

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