Am Ball bleiben News 16.07.2008

[16.07.2008]
Brandenburgische Sportjugend verleiht Preis für „Verein(t) gegen Rechts – Sport für Menschlichkeit und Toleranz“

Zu einem Projekt- und Ideenwettbewerb „Verein(t) gegen Rechts – Sport für Menschlichkeit und Toleranz“ hatte die Brandenburgische Sportjugend im Landessportbund Brandenburg aufgerufen. An dem Wettbewerb, der in Zusammenarbeit mit dem „Toleranten Brandenburg“ organisiert wurde, beteiligten sich Sportvereine aus dem gesamten Land Brandenburg.

Beim Wettbewerb waren Vereine, Projekte und Initiativen aufgefordert, sich mit der Stärkung der Demokratie im Sportverein auseinanderzusetzen. Der Koordinator des Handlungskonzepts „Tolerantes Brandenburg“, Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp zeigte sich positiv überrascht von der regen Beteiligung auch jüngerer Kinder und Jugendlicher: „Es ist wichtig, bereits von Kindesbeinen an zu lernen, andere Menschen zu achten und Unterschiede zu respektieren. Die Beiträge der Sieger zeigen in besonderem Maße, dass es viele junge Menschen in Brandenburg gibt, die Fremdenhass und Menschenverachtung ablehnen und sich sehr ernsthafte Gedanken um ihr zukünftiges Leben machen - und es gibt Schulen, die ihnen die nötigen Freiräume geben und sie dabei unterstützen. Das freut mich besonders.“

Den ersten Platz sicherte sich der SV Falkensee-Finkenkrug e.V. mit dem Projekt „Wir zeigen Rechtsextremismus und Gewalt die Rote Karte.“ Den zweiten Preis gewann der RC Potsdam e.V. mit dem Projekt „fairringeRn! – Gemeinsam Brücken bauen. Auf Rang drei platzierte sich der SV Blau-Weiß Sedlitz, Stützpunktverein im Programm „Integration durch Sport“, und nahm für das Projekt 500 Euro Preisgeld entgegen.

Das Handlungskonzept der Brandenburgischen Landesregierung gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit wurde 1998 beschlossen. Es zielt darauf ab, Toleranz und Demokratiefähigkeit durch die schwerpunktorientierte Arbeit in Verwaltungen, Institutionen, Bildungseinrichtungen, in der Wirtschaft sowie in Vereinen, Verbänden und Körperschaften zu erreichen. Die Landesregierung kooperiert hierzu mit zahlreichen gesellschaftlichen Partnern. Das Handlungskonzept wurde 2005 unter dem Titel „Tolerantes Brandenburg - für eine starke und lebendige Demokratie" aktualisiert und fortgeschrieben. Es steht für ein Leitbild der Landesregierung, um die Zivilgesellschaft im Land Brandenburg zu stärken und weiterzuentwickeln.

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