Am Ball bleiben News 03.07.2008

[03.07.2008]
Sport! Jugend! Agiert! bündelt Projekte und Aktivitäten im Kinder- und Jugendbereich

Sport als Ort der Demokratie – wer in seinem Lebensumfeld Vielfalt, Toleranz und Demokratie positiv erlebt, kann leichter ein Gefühl für die Bedeutung dieser Werte für das gesellschaftliche Zusammenleben entwickeln und ist auch eher bereit sich an diesen Werten zu orientieren. Mit diesem Ziel bündelt die Deutsche Sportjugend mit dem Leitprojekt „Sport! Jugend! Agiert!“ soziale Aktivitäten und Projekte im Kinder- und Jugendsport.

Aktueller Schwerpunkt des Projektes, an dem auch Gerd Wagner vom Projekt Am Ball bleiben beteiligt ist, sind Maßnahmen zum Umgang mit Rechtsextremismus im Sport. Die Integration von sozial Benachteiligten sowie von Menschen mit Migrationshintergrund und der Kampf gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus sind dauerhafte gesamtgesellschaftliche Aufgaben, die nur durch die aktive tagtägliche Beteiligung vieler Kräfte gemeinschaftlich geleistet werden können. Die Deutsche Sportjugend hat das Potenzial, vorhandene Kräfte zu bündeln und zielgerichtet weiter zu entwickeln, um so Vielfalt, Toleranz und Demokratie zu fördern.

Als Maßnahmen für den organisierten Sport und seine Untergliederungen wurden vom Projekt „Sport! Jugend! Agiert!“ folgende Punkte herausgegeben:

Zum einen die eindeutige Positionierung zum Thema Rassismus und Diskriminierung, die Verwahrung gegen die Vereinnahmung durch rechtsextreme Organisationen sowie die Bündelung der Potenziale durch sozialpräventive Maßnahmen.

Des Weiteren soll den Sportvereinen der Rücken gestärkt werden, indem die Angebote für Kinder und Jugendliche zur sinnvollen Freizeitgestaltung erhalten und ausgebaut werden, insbesondere dort, wo solche Angebote wegzubrechen drohen. Die im Sportverein tätigen Multiplikator/-innen müssen im kompetenten Umgang mit rechtsextremen Phänomenen und den dabei notwendigerweise auftretenden Konflikten und Interessenskollisionen unterstützt werden. Über den sportlichen Kern der Aufgabe von Sportvereinen hinaus sind konkrete Maßnahmen erforderlich, die rechtsextremen Tendenzen Grenzen setzen und Sportvereine davor bewahren, für die Zwecke von Rechtsextremen funktionalisiert zu werden. Dazu gehören u.a. die Umsetzung eines Ehrenkodexes oder entsprechende Formulierungen in den Vereinssatzungen.

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