Am Ball bleiben News 05.05.2008

[05.05.2008]
2. Aktionsabend gegen Homophobie im Fußball mit DFB-Präsident Theo Zwanziger

Es bewegt sich was im deutschen Fußball. Am 23. Mai findet im Stadion des 1. FC Köln ein Aktionsabend gegen Homophobie mit Podiumsdiskussion und vielen Informationen zum Thema statt. Sein Kommen zugesagt hat auch DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger.

(v.l.n.r)Gerd Wagner (Am Ball bleiben), Tanja Walther (EGLSF), Michael Trippel (1. FC Köln), Marion Scholz und Andreas Stiene (Come-Together-Cup)

Schon der erste Aktionsabend im Berliner Olympiastadion fand prominente Unterstützung vonseiten des DFB und der DFL. Zur Veranstaltung in Köln erwarten die OrganisatorInnen um Tanja Walther von der European Gay and Lesbian Sports Federation www.eglsf.info nun neben Dr. Zwanziger auch Elfi Scho-Antwerpes (Bürgermeisterin von Köln), Dr. Tatjana Eggeling (Universität Göttingen), Volker Beck (LSVD), Dagmar Ziege (VIII. Gay Games 2010 in Köln) und Christian Deker (Queer Football Fanclubs).

Der 2. Aktionsabend gegen Homophobie im Fußball findet einen Tag nach dem Kölner Benefiz-Fußball-Volksfest Come-Together-Cup www.come-together-cup.de statt, bei dem Schwule und Lesben alle Gesellschaftsgruppen der Region zum gemeinsamen Fußballspielen einladen, von der Praxis geht es also gewissermaßen zur Theorie. Und wie es sich für die Schwulenmetropole Köln gehört, gibt es nun endlich auch hier schwul-lesbischen Fanklub: CTC-Organisator Andreas Stiene gründete im November 2007 „Andersrum rut-wiess“ www.andersrum-rut-wiess.de mit inzwischen schon 90 schwul-lesbische FC-Fans.

Breite Unterstützung aus Fußball und Gesellschaft

Unterstützt wird der Aktionsabend auch von „am Ball bleiben – Fußball gegen Rassismus und Diskriminierung“. Projektleiter Gerd Wagner sagte im Vorfeld: „Dass Theo Zwanziger zu diesem Abend kommt, ist ein Zeichen, ein Anfang. Im Fußball muss auch bewusst gegen Homophobie vorgegangen werden.“ Der Stadionsprecher des 1. FC Köln, Michael Trippel, hat sehr persönliche Gründe, warum er den Aktionsabend unterstützt. Als Familienvater möchte er seinen eigenen Kindern und auch allen anderen vermitteln, „dass es auf die charakterlichen Werte eines Menschen ankommt und nicht darauf, mit wem er oder sie das Bett teilt.“ Homosexuelle gebe es in der Politik und in der Kultur. „Warum nicht auch im Sport?“, fragt er.

Weitere Förderer und Unterstützer des Aktionsabends sind der 1. FC Köln, die Deutsche Fußball-Liga DFL, das Sportamt der Stadt Köln, der SC Janus e.V. und FARE (Football against Racism in Europe). Ziel der Veranstaltung ist es, alle Fußball-Bundesligisten, die bisher noch nicht unterschrieben haben, am 23. Mai nach Köln einzuladen und davon zu überzeugen, die „Erklärung gegen Diskriminierung“, die sich gegen jegliche Form von Diskriminierung im Fußball wendet, ebenfalls zu unterzeichnen. 

Der 2. Aktionsabend gegen Homophobie im Fußball findet am 23. Mai von 17 bis 21 Uhr im Presseraum des 1. FC Köln im RheinEnergie-Stadion statt. Weitere Infos bei der Initiatorin Tanja Walther tanwal@gmx.de oder Mit-Organisator Andreas Stiene, der für den Kölner Come-Together-Cup verantwortlich ist ctc@netcologne.de.

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