Am Ball bleiben News 17.04.2008

[17.04.2008]
Rechtsextremismus in Europa – Kongress in Dresden am 15. Mai

Die europaweite Vernetzung rechtsextremer Gruppen und Parteien schreitet voran. Dazu gehören auch der Einsatz von neuen Symbolen und Wegen, um damit weite Teile der Gesellschaft für sich zu gewinnen.

Mit dem Kongress „Rechtsextremismus in Europa “ am 15. Mai in Dresden sollen Trends des Rechtsextremismus und sozialdemokratische Gegenstrategien aufgezeigt werden. Dabei steht auch das Problemfeld des Rechtsextremismus im europäischen Fußball im Blickpunkt.

Im ersten Teil des Kongresses werden verschiedene Schwerpunkte erläutert. So werden unter anderem der zunehmende Populismus und Rechtsextremismus beleuchtet, Möglichkeiten der Demokratie aufgezeigt, den Rechtsextremismus zu bekämpfen und Vergleiche im Umgang und Auftauchen von Rechtsextremismus in verschiedenen europäischen Staaten dargestellt.

Im zweiten Teil können sich dann die Teilnehmer selbst einbringen und an verschiedenen Workshops teilnehmen. Workshop I, der von Barbara Dührkop, stellvertretende Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Spanien, geleitet wird, setzt sich mit der Frage auseinander, ob und wie rechtsextreme Parteien in Europa um die Parlamente kämpfen.

Im zweiten Workshop steht der Fußball im Mittelpunkt.  Unter dem Titel „Flanke von rechts – Rechtsextremismus im europäischen Fußball“ können die Teilnehmer unter anderem mit Kristian Vigenin, stellvertretender Vorsitzender der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Bulgarien, und Christian Kabs vom Fanprojekt Dresden diskutieren, wie sich die rechtsextreme Szene im europäischen Fußball entwickelt hat und welche Maßnahmen nötig sind, um diese Entwicklungen einzudämmen.

Workshop III rückt dann wieder die Politik in den Blickpunkt. „Antikapitalistisch, sozial und national? Die Sozialdemagogie der extremen Rechten“ –  zu diesem Thema laden Mathias Rodatz vom Forum für kritische Rechtsextremismusforschung aus Leipzig und Irene Koutelou von der Anti-Nazi-Intiative aus Griechenland die Teilnehmer ein.

Abschließend werden die Workshopergebnisse von allen Teilnehmern präsentiert und diskutiert und mit einer Diskussionsrunde, an der Barbara Dührkop, Thomas Jurk, stellvertretender Ministerpräsident von Sachsen, Grit Hanneforth vom Kulturbüro Sachsen e.V. und Britta Schellenberg vom Centrum für angewandte Politikforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München teilnehmen.

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