Am Ball bleiben News 17.03.2008

[17.03.2008]
Schleswig-Holstein kickt fair

Kieferbruch nach einem Faustschlag, Prügeleien auf dem Feld, Ausschreitungen zwischen Eltern, Spielern und Betreuern – all das ist auch in Schleswig-Holstein keine Seltenheit auf Fußballplätzen. Um dagegen vorzugehen, hat der schleswig-holsteinische Fußballverband im Januar 2007 das Projekt „Schleswig-Holstein kickt fair“ ins Leben gerufen.

Wie die Arbeit und die Maßnahmen des Projekts aussehen, erläutert Projektleiter Tim Cassel im Interview mit amballbleiben.org. Der 35-Jährige sucht vor allem direkten Kontakt zu Betroffenen in Vereinen und Verbänden.

Was war der Auslöser für den Start des Projektes?

Der SHFV hat schon seit 2004 eine Zunahme gewalttätiger Ausschreitungen in allen relevanten Bereichen des Fußballsports beobachtet – sowohl im Senioren-, als auch im Jugendbereich. Beobachtet heißt hier durch Zeitungsartikel oder Meldungen aus Vereinen und Verbänden. In A-Jugend-Kreisligaspielen haben sich zum Beispiel Spieler geprügelt, auf Schiedsrichter eingeschlagen und das war meist nur durch Polizei aufzulösen. Und der Verband sagte sich?, dass es zwar nur ein kleiner Teil ist, den wir beitragen können, um dagegen vorzugehen, aber diesen wollen wir leisten.

Wie sieht dieser kleine Teil konkret denn aus?

Auch in Schleswig-Holstein leben wir nicht auf der Insel der Seligen. Natürlich sind die Vorfälle hier nicht so schlimm wie in städtischen Ballungsgebieten. Aber die Qualität der Ausschreitungen ist die gleiche. Wenn was passiert, dann richtig. Und wir wollen zumindest diesen Anfängen wehren. Dem Verband ist auch klar, dass es sich nicht nur um fußballspezifische Probleme handelt, sondern gesellschaftliche Probleme den Ausschlag geben. Diskriminierung findet in Diskotheken, in der Schule und auf der Straße statt. Aber auf den Plätzen wollen wir sie eben, so gut es uns gelingt, eindämmen. Es kann nicht sein, dass Mannschaften gegen ein bestimmtes Team nicht antreten wollen, weil dieses berüchtigt für Gewalt auf dem Platz ist.

Erreicht die Arbeit des Projektes denn auch die richtigen Personen?

Je mehr unser Projekt bekannt wurde, desto mehr Meldungen bekommen wir. Das heißt, dass Vereine sich trauen, uns diskriminierende oder gewalttätige Aktionen zu melden, damit wir einschreiten können. Lange Zeit wurden solche Ausschreitungen unter dem Deckmantel gehalten, weil die Vereine und die Kreise gesagt haben: Wenn so etwas rauskommt, kratzt das an unserem Image. Aber Vereinen, die mit schwierigen Jugendlichen arbeiten, gebührt doch ein Lob, dass sie das überhaupt tun. Da mussten wir eine ganze Menge Sensibilisierungsarbeit leisten.

Was unterscheidet dieses Projekt von anderen Projekten in Deutschland?

Mittlerweile arbeiten Verbände und Kreise ja flächendeckend gegen Diskriminierung und Rassismus im Fußball. Uns ist es speziell wichtig, selbst vor Ort zu sein, wenn es etwas zu klären gibt. Das heißt, dass wir eine neue Form der Konfliktschlichtung umsetzen. Ganze Vereine und Mannschaften werden dazu zu Mediationsgesprächen an einen Tisch geholt, wenn es nötig ist. Themen, die vorher vor Gericht gelandet sind, werden eben jetzt so angesprochen. Und meistens finden alle Beteiligten einen Weg, hinterher vernünftig Fußball zu spielen.

Wie muss man sich das konkret vorstellen?

Wenn es zum Beispiel im Jugendbereich einen Verein mit türkischstämmigen Spielern gibt, der gegen einen deutschen Verein spielt, kommt es nicht selten vor, dass die Eltern anfangen, zu pöbeln. Und das Problem sind ja oftmals die Eltern. Es ist dann oft auch für Gerichte schwierig, herauszufinden, wer damit angefangen hat. Wir holen dann beide Parteien an einen Tisch und die Anwesenden akzeptieren gewisse Vorgaben und Selbstverpflichtungen, so dass es beim Rückspiel besser klappt. In einem Fall hat sich so das Verhältnis schlagartig gebessert. Langfristig ist das Ziel, dass unsere 14 Kreisbeauftragten selbst alle Konflikte lösen und Mediations- und Schlichtungsgespräche führen können. Es sollte aber immer jemand von außen dabei sein, der weder mit Fußball noch mit den Verbänden etwas zu tun hat. Wir haben zum Beispiel immer einen Sozialpädagogen an so einem Tisch, der objektiv von außen die Lage beurteilt.

Und wie sieht die Präventionsarbeit aus?

Wir versuchen natürlich bei Vereinen, die auffällige Spieler haben, eine Serviceleistung zu erbringen und spezielle Fairplaytrainings zu machen. Dafür setzen wir professionelle Fachkräfte ein. Das ist zwar sehr aufwändig, aber in einem Rahmen, in dem wir das in Schleswig-Holstein schaffen können. Wir wollen vor allem weiterhin die Eltern sensibilisieren. Massive Probleme entstehen sehr oft durch das Verhalten der Eltern am Spielfeldrand. Und wir wollen, dass Eltern, die merken, dass andere Eltern pöbeln, diese direkt ansprechen und das Problem vielleicht lösen.

Wie sieht die Vorgehensweise bei einem Spieler aus, der durch massive Unsportlichkeit, Rassismus oder Gewaltbereitschaft auffällt?

Einerseits sind wir gewillt, konsequent sport- und strafgerichtlich gegen Diskriminierung und Gewalt vorzugehen. Das gilt bei einem Faustschlag, bei rassistischen Äußerungen und allem anderen. Auf der anderen Seite muss es alternative Sanktionsmöglichkeiten geben. Ein auffälliger Jugendspieler, der bislang vielleicht eine lange Sperre bekam, soll sozusagen eine zweite Chance bekommen. Bekam er zum Beispiel sechs bis zwölf Monate Sperre, stand er nach dieser Sperre wieder auf dem Platz und verhielt sich oftmals auf die gleiche Art und Weise wie vorher. Wir wollen das Angebot machen, Strafen auf Bewährung auszusetzen. Bei Fällen von Sperren zwischen sechs und acht Wochen beispielsweise soll der Spieler die Möglichkeit haben, an einem Antikonflikttraining oder einem Mediationsgespräch teilzunehmen. Nach erfolgreicher Absolvierung bekommt er dann eine Bewährung und darf wieder spielen.

Das heißt, im Fußball liegt der Ansatz…

Ja, wenn man den Jugendlichen das nimmt, was ihnen am wichtigsten ist, in diesem Fall der Fußball, dann hat man sie an der Stelle gepackt, wo man sie packen muss. Fußballspielen ist immer noch Lebensinhalt. Kicken mit den Kumpels nach der Schule steht an erster Stelle.

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